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Content Strategie und andere Rätsel

Videodreh – OMG!

Hört man in Marketingabteilungen den Begriff „Videodreh“, verknüpfen wir damit intensiven Zeitaufwand und hohe Kosten. Aber wie sieht die Produktion eines Videos aus und wie kommen hohe Budgets zustande?

In der Lehrveranstaltung „Video und Multimedia“ von Hubert J. Weitzer haben wir uns mit diesen Themen befasst. Dabei haben wir die Theorie besprochen und diese dann in der Praxis ausgeübt.

Videos sind sehr teuer oder?

Ein Thema, dass mich schon seit meinen Einstieg in die Werbebranche beschäftigt, sind die teuren Produktionskosten von Videos. Dabei war mir nie klar, wie sich das Budget zusammensetzt. Bis wir anhand eines Praxisbeispiels die Kostenschätzung durchgearbeitet haben.

Wenn man bedenkt, dass für ein Videointerview

  • zwei bis drei Personen mit dem Auto anreisen,
  • das ganze Equipment mitnehmen und
  • sich ein Konzept überlegen

wird es etwas verständlicher.

Natürlich hängen die Kosten von der Art des Videos ab. Ein einfaches Cinemagram kann beispielsweise kostengünstig erstellt werden. Daran könnte man sich sogar privat versuchen, da diese relativ simpel umsetzbar sind.

Tipp

Bevor ihr in eurer Agentur jemanden für eine Videoproduktion engagiert, überlegt euch, wie aufwändig die Umsetzung sein wird. Außerdem bedenkt den Zweck, den ihr damit erreichen wollt. Für Facebook reichen beispielsweise gut aufbereitete Handyvideos. Diese sind definitiv kostengünstiger.

In der PRaxis: Versuch 1.0

Die letzte Präsenzwoche im ersten Semester wurde uns mit einem ganzen Tag Videodreh versüßt. Zuerst war ich etwas skeptisch, da ich bereits andere Multimediaprojekte verwirklichen. Diese liefen bis dahin eher mühsam und aufwändig ab.

Mit Hilfe von Hubert J. Weitzer und Birgit Parade versuchten wir uns an folgenden Videoformaten.

1) Stop-Motion

Was in manchen Werbungen oder Filmen extrem schwierig wirkt, kann in der Umsetzung sehr einfach sein.

Bei der Umsetzung eines Stop-Motion Videos braucht es meiner Meinung nach eher Geduld und gute Ideen als „Expertenwissen“. Natürlich ist etwas Know-How sinnvoll. Ein simples Video für die Facebook-Kampagne bringt man jedoch mit der Reihung von ein paar Einzelbildern auch superleicht selbst hin.

Stop-Motion VideoAbb. 1: Stop-Motion Video

2) Cinemagram

Das bekannte Cinemagram wird sehr gerne für Headebereiche auf Webseiten eingesetzt. Daher steht das auf meiner Tagesordnung.
Bisher war mir allerdings nicht klar, wie einfach man selbst solche Videos / GIFs erstellen kann.

Definitiv zum selbst ausprobieren. Einfach ein Standbild mit Video kombinieren und zusammenfügen – fertig!

CinemagramAbb. 2: Cinemagram

3) Vertigo

Der Vertigo-Effekt hat mir und meiner Gruppe sehr viele Nerven gekostet. Hierbei ist der Hintergrund und das nötige Equipment entscheidend.

Solltet ihr solch ein Video einmal benötigen würde ich raten einen Experten zu engagieren.

VertigoAbb. 3: Vertigo

4) 360° Video

Für mich persönlich mal ganz nett zum ausprobieren, aber richtig überzeugt haben mich diese speziellen Kameras nicht. Einfache Facebookpostings mit 360° Videos können definitiv auch mit der Handykamera umgesetzt werden.

FAZIT

Nach der Lehrveranstaltung über Video und Multimedia ist für mich klar, dass die Kosten einer Videoproduktion normalerweise berechtigt sind. Am besten ist es, wenn man für sich durchgeht, welche Aufwände entstehen. Dann fällt die Entscheidung und Nachvollziehbarkeit meist etwas leichter.

Über die Produktion der unterschiedlichen Videoformate bin ich teilweise überrascht. Dass die Erstellung von Cinemagrams beispielsweise so einfach sein kann hätte ich nicht gedacht. Da können in Zukunft viele Kosten im Facebook-Marketing eingespart werden.

Für mich steht eines fest: zuerst selbst probieren und überlegen, dann Hilfe anfordern falls nötig 😉

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